Cowboys und Aliens, Bowlingkugeln und blaue Koffer: In der kalifornischen Steinwüste „The Big Empty“ („die große Leere“) wirbeln seltsame Typen und Dinge Staub auf.
John Person (Jon Favreau), Schauspieler mit Geldproblemen, hat keinen Schimmer, ob er verrückt geworden ist oder von Irren umgeben - oder ob hier einfach jemand ein fröhliches Verwirrspiel mit ihm treibt. Nur eines weiß John: Der Botendienst, den er für seinen wunderlichen Nachbarn übernommen hat, könnte ihn von allen Schulden befreien.
So wartet er nun mitten in der Wüste, in einem Motel im Schatten des längsten Thermometers der Welt. Er wartet darauf, dass der mysteriöse "Cowboy" (Sean Bean) einen ebenso mysteriösen Koffer abholt. Reisegepäck für einen Trip zu den Außerirdischen? Das würde jedenfalls zu ganzen Freaks passen, die John im Umkreis des Motels trifft... |
Mit seinem Regiedebüt "The Big Empty" schuf Steven Anderson einen extrem unterhaltsamen und innovativen Independentfilm. Im Mittelpunkt steht der von Jon Favreau glänzend gespielte Möchtegern-Schauspieler John Person, dessen Karriere schleppend läuft. Just in dem Moment als er seinen aktuellen Schuldenstand ermittelt hat, taucht sein Nachbar auf und bietet ihm eine Summe mit der Person auf einen Schlag schuldenfrei wäre. Dafür muss er lediglich einen blauen Koffer - dessen Inhalt geheim ist - in das Wüstenstädtchen Baker in Kalifornien bringen, wo ein Fernfahrer namens "Cowboy" den Koffer abholen wird. Person fährt also los und verpasst den mysteriösen Cowboy sowohl im Motel als auch in einer Bar. Dafür werden im gar schauerliche Berichte über eben diesen Cowboy zugetragen und er erhält die Order auf Cowboy zu warten. So hängt Person erst einmal in diesem unwirklichen Ort im Niemandsland fest, umgeben von wahrlich skurrilen Typen. Einziger Lichtblick ist da die etwas flatterhafte Ruthie (Rachael Leigh Cook) und deren "Mum" (Daryl Hannah). Doch ehe Person sich versieht hat er Trouble mit Ruthies Verlobtem, auch Cowboy ist alles andere als pflegeleicht und irgendwie scheint es in der Wüste so etwas wie eine interplanetarische Haltestelle für Raumschiffe zu geben. Ein echte Herausforderung für jemanden, der eigentlich nur ein paar Dollar mit einem vermeintlich einfachen Kurierjob abgreifen wollte.
"The Big Empty" zeichnet sich durch eine aberwitzige Handlung aus, die klasse in Szene gesetzt wurde. Dabei wurden immer wieder kleine Hinweise eingestreut, deren Bedeutung sich erst nach und nach erschliessen, z.B. die Heftpflaster an den Hälsen der Personen in Persons Umfeld. Oder die Farbe blau, die immer wieder in Schlüsselszenen auftaucht. Insgesamt ist "The Big Empty" ein rundweg gut gemachten Film mit grandioser Besetzung an dessen Ende ein großes Fragezeichen steht. |
| Veröffentlichungsdatum | 09.06.2005 | | Bildformat | 16:9 (anamorphic widescreen) | | Sprachen | Deutsch DD 5.1 & DD 2.0, Englisch DD 5.1 & DD 2.0 | | DVD Extras | - Regie-Audiokommentar (dt. UTs einblendbar) - Original-Kino-Trailer | | |
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Verfasst am Dienstag 14. Juni 2005
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